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Wirbelsäulen- und Bandscheiben-Behandlung

Zusammen mit der leistungsfähigen physiotherapeutischen Abteilung und der möglichst nahtlosen Übergabe in Anschluss-Heilbehandlung oder Rehasport bieten wir ein sehr bewährtes Behandlungskonzept an.

Mehr als 600 Patienten werden pro Jahr mit Rücken- und Ischiasbeschwerden konservativ bei uns behandelt. Bei Bandscheibenvorfällen, Engen des Wirbelkanals und auch nach fehlgeschlagenen Bandscheibenoperationen kommt der Periduralkatheter zum Einsatz, mit dessen Verwendung wir mehr als 25 Jahre Erfahrung haben.

Flyer Wirbelsäulenerkrankungen

Die menschliche Wirbelsäule besteht aus sieben Hals-, zwölf Brust- und fünf Lendenwirbeln, sowie dem darunter befindlichen Kreuz- und Steißbein. Im Einzelnen besteht jeder Wirbel aus dem Wirbelköper, einem Wirbelbogen, der die Rückenmarkstrukturen schützt, den Querfortsätzen, einem Dornfortsatz und den Gelenkfacetten, mit denen er mit dem darunter- und darüber befindlichen Wirbel in Verbindung tritt.

Als Bindeglied zwischen den Wirbelkörpern findet sich die Bandscheibe,  gewissermaßen als Stoßdämpfer; sie ermöglicht, zusammen mit den  Gelenkfacetten, die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Die Bandscheibe besteht aus einem Bindegeweben Faserring, der einen weichen Gallertkern umschließt und zur Druckverteilung zwischen den Wirbelkörpern beiträgt.

Bandscheibenvorwölbung und Bandscheibenvorfall

Die Degeneration des Faserringes der Bandscheibe kann zur Verschiebung des Gallertkernes führen (Bandscheibenprotrusion) oder einen Austritt des Gallertkernes aus dem Bandscheibengebilde zur Folge haben (Bandscheibenprolaps). Die Verlagerung des Gallertkernes kann lokale Rückenbeschwerden verursachen; Druck oder Kompression von Nerven im Bereich der Wirbelsäule verursachen die typischen Extremitätenschmerzen, Gefühlsstörungen bis hin zu Lähmungen. Im Bereich der Brustwirbelsäule sind Bandscheibenvorfälle eine ausgesprochene Seltenheit.

Facettensyndrom

Eine fehlerhafte Belastung oder Degeneration der kleinen Wirbelgelenke kann lokale oder ausstrahlende Rückenbeschwerden zur folge haben.

Spinale Stenose

Es handelt sich um eine durch degenerative Vorgänge erworbene, selten angeborene, Engstellung des Wirbelkanales in verschiedenen Wirbelsäulenabschnitten; typischerweise werden Beinschmerzen und eine Verringerung der möglichen Gehstrecke beobachtet.

Instabilität der Wirbelsäule

Es handelt sich um angeborene oder erworbene Lockerungen von Wirbelsäulenabschnitten, die, wenn eine konservative stabilisierende Behandlung fehlschlägt, gegebenenfalls einer operativen Versteifung unterzogen werden können.

Konventionelle Übersichtsaufnahmen, Funktions- und Schrägaufnahmen, die Auskunft über die knöchernen Strukturen der Wirbelsäule geben, gehören zu den ersten radiologisch diagnostischen Maßnahmen; sie werden ergänzt durch die Computertomografie, die Magnetresonanztomografie sowie, bei besonderen Fragestellungen, durch die Myeolografie, einer  Kontrastmitteldarstellung der Rückenmarkshaut.

Bei akuten Beschwerden kann durch eine spezielle Lagerung eine deutliche Linderung ermöglicht werden, oral verabreichte Schmerzmittel und entzündungshemmende Mittel werden durch stärker wirksame Medikamente, die durch Infusionsflaschen dem Patienten zugeführt werden, ergänzt. Auf dem Wege der krankengymnastischen Übungsbehandlung sowie der balneophysikalischen Maßnahmen gelingt nach Abklingen der akuten Schmerzphase eine weitere Beschwerdereduktion, außerdem besteht hierdurch die Möglichkeit der präventiven Therapie. Akut vorliegende Blockierungen der Wirbelsäule können chirotherapeutisch behandelt und gelöst werden, zusätzlich besteht die Möglichkeit der gezielten Infiltration von schmerzlösenden Medikamenten an sogenannte Triggerpunkte.

Durch die Periduralkatheterbehandlung, die Sakralblockade und die Technik der paravertebralen Spinalnervenblockade besteht im Bereich der Lendenwirbelsäule die Möglichkeit, bandscheibenbedingte Kreuz-Beinbeschwerden zu behandeln, und eine dauerhafte Schmerzfreiheit herbeizuführen. Ergänzend bieten wir eine Verödung der Facettengelenke/Wirbelgelenke bei entsprechender Indikation an.

Erst nach Ausschöpfen aller konservativ möglichen Behandlungsmaßnahmen, bei anhaltenden Lähmungen, Gefühlsstörungen oder bei akut aufgetretener Lähmung wichtiger Muskeln, sowie der Lähmung der Schließmuskeln von Blase und Mastdarm (Kauda-Syndrom) kann eine operative Behandlung notwendig werden. Es bieten sich die Möglichkeiten der offenen Dekompression von Spinalnerven sowie der mikrochirurgischen Behandlung von  Bandscheibenvorfällen unter Verwendung eines speziellen  Operationsmikroskopes.

Bei Instabilitäten der Wirbelsäule, die sich einer konservativen Therapie verschließen, können Versteifungsoperationen in verschiedenen Verfahren angeboten werden. Die Versorgung von Wirbelkörperbrüchen ist durch verschiedene Kyphoplastie-Verfahren (Ballonkyphoplastie, Radiofrequenzkyphoplastie) oder bei Notwendigkeit natürlich auch durch die Anwendung von sogenannten Fixatur-interne –Systeme (Schrauben-Stab-Systeme) bis hin zum Wirbelkörperersatz im Bedarfsfall möglich.

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