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Stroke Unit

In Deutschland erleiden jährlich rund 250 000 Menschen einen Schlaganfall. Diese Menschen benötigen innerhalb weniger Stunden eine moderne, zeitgemäße Therapie in spezialisierten Kliniken, so genannten Stroke Units.

Stroke Units sind Versorgungseinheiten, die ihr Behandlungskonzept konkret auf die Versorgung von Patienten mit Schlaganfall ausrichten. Das Nardini Klinikum St. Elisabeth in Zweibrücken wurde als regionales Versorgungszentrum für Schlaganfallpatienten vom Land Rheinland-Pfalz anerkannt.

Seit 2016 sind wir Teilnehmer am landesweiten Tele-Neurologischen Netzwerk. Durch diese Kooperation ist eine direkte neurologische Untersuchung der Patienten rund um die Uhr gewährleistet. Zusätzlich zum Telestroke-Netzwerk findet auf der Stroke Unit des Nardini Klinikums jeden Tag eine Visite durch einen Neurologen statt.

Schlaganfall – jede Minute zählt!

Der (von Ihnen möglichst schnell) gerufene Notarzt wird über die Einweisung in das nächstgelegene spezialisierte Zentrum entscheiden. Er meldet den Patienten auf der Stroke Unit an, damit die erforderliche Erstdiagnostik eingeleitet werden kann. So ist z.B. die sehr hilfreiche Lysetherapie nur in den ersten Stunden nach Ereignis möglich. Unser Motto „Time is Brain (Zeit ist Gehirn-Erhalt)“ hat zu einer Optimierung aller Prozesse vom Beginn der Aufnahme bis zur Entlassung geführt. Unser Stroke-Team umfasst deshalb eine Neurologin, Internist und Kardiologen, speziell geschultes Pflegepersonal (Stroke Nurse), Bewegungs- und Sprachtherapeuten (Ergotherapie und Logopädie) und Mitarbeiter des Sozialdienstes, um für Sie eine optimale Therapie zu gewährleisten.

Unsere Pflege basiert u. a. auf dem Bobath-Konzept. Dieses unterstützt eine frühe Förderung der Bewegungsfähigkeit und somit auch die Rehabilitation. Die frühe Mobilisation zählt zu unseren vorrangigen Zielen. Das Pflegepersonal unserer Station ist hierin besonders geschult. Schon während des Aufenthaltes des Patienten auf der Stroke Unit werden die Angehörigen in die Versorgung einbezogen.

Wenn Sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus oder der Rehabilitationseinrichtung die Pflege Ihres Familienmitglieds übernehmen, werden Sie frühzeitig über weitere Pflege und Therapie informiert. Die meisten Patienten werden nur wenige Tage auf der Stroke Unit behandelt. Dann ist oft die instabile Phase beendet. Danach kommen sie im internistischen Bereich der gleichen Station und werden vom gleichen Team weiterbehandelt, bevor die Verlegung in eine Rehabilitations-Einrichtung oder nach Hause erfolgt.

 Stroke Unit  Broschüre

Wenn bei Ihnen ein oder mehrere der folgenden Symptome auftreten, ist rasches Handeln erforderlich

  • Lähmung an Arm, Bein und oder im Gesicht
  • Sprachstörung
  • halbseitige Gefühlsstörung
  • Schwindel
  • heftigste Kopfschmerzen
  • Sehstörungen (z. B. Doppelbilder)

Die Stroke Unit des Nardini Klinikums ist eine anerkannte, spezialisierte Einrichtung, die Patienten direkt  nach Aufnahme und in der  ersten Phase nach einem Schlaganfall mit Hilfe modernster Erkenntnisse behandelt. Die optimal auf das Krankheitsbild abgestimmte Therapie und Pflege der Patienten ist kennzeichnend für die Arbeitsweise der Stroke Unit. Zum Konzept gehören Maßnahmen zur Vermeidung von Komplikationen  sowie das frühzeitige Einsetzen der aktivierenden Krankengymnastik, Sprach- und Ergotherapie. Durch dieses Versorgungskonzept können Folgeschäden so gering wie möglich gehalten werden.

Krankenhäuser mit dem anerkannten Versorgungsschwerpunkt für akute Schlaganfall-Patienten erzielen eindeutig bessere Behandlungsergebnisse als Kliniken ohne diese spezialisierten Einheiten. Die Fachgesellschaften empfehlen deshalb dringend die Versorgung in anerkannten Stroke Units. Über die Zukunft des betroffenen Patienten entscheiden also die Schnelligkeit von Notruf, Notarzt und Transport zur Klinik sowie die Infrastruktur der behandelnden Klinik.

  • Neurologische und internistische Untersuchung
  • Computertomographie des Kopfes (CT)
  • Ultraschalluntersuchung und Angiographie der
    hirnversorgenden Blutgefäße (Duplex)
  • Herz-Ultraschalluntersuchung (Echo)
  • EKG unmittelbar nach Eintreffen und im Verlauf
  • Überwachung von Blutdruck, Herzfrequenz, Atmung, Körpertemperatur, Blutzuckerwerten und der Bewusstseinslage
  • Kernspintomographie (NMR)
  • Gegebenenfalls Ernährung über eine Magensonde
  • Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie

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