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Erkrankungen des Kniegelenks

Die Arthrose des Kniegelenks ist verursacht durch den Verschleiß des Gelenkknorpels. Mit der Degeneration dieser Schicht und damit mit dessen Verlust ist auch eine zum Teil sehr schmerzhafte Bewegungseinschränkung verbunden.

Neben einer sog. Veranlagung im Sinne einer Minderbelastbarkeit des Knorpels ist auch die mechanische Beanspruchung im täglichen Leben als Ursache der Arthrose zu sehen. Außer den Achsabweichungen, die angeboren sein können, finden sich auch welche, die sich auf Grund eines Unfalls ergeben haben (sog. O- und X-Beine). Ebenso können Stoffwechselerkrankung, Infektionen, Gicht, Rheuma und Kniebinnenschäden (z. B. Kreuzbandverletzung, Knorpelabsprengung und Meniskusrisse) den Knorpel im Kniegelenk schädigen oder zerstören, um nur einige Ursachen für die Kniegelenksarthrose zu nennen.

Im Allgemeinen macht sich die Kniegelenksarthrose, die auch als Gonarthrose bezeichnet wird, zunächst mit Schmerzen beim Gehen bemerkbar. Die sog. Anlaufschmerzen sind typisch für die Arthrose. Durch Fortschreiten des Knorpelverlustes nimmt auch die Beschwerdesymptomatik zu. Es kommt zu immer mehr Schmerzen, auch in Ruhe. Durch die krankheitsbedingte Schonung kommt es auch zu einem Abbau der Muskulatur und damit zu einer Schwächung des Beines. Um eine vorzeitige Arthrose des Kniegelenkes zu verhindern, kommen vor allem nach Verletzungen bestimmte Behandlungsstrategien in Betracht.

So ist evtl. nach einer Kreuzbandverletzung eine Bandplastik erforderlich, welche bei einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) durchgeführt wird. Ebenso kann eine Knorpel-Knochen-Transplantation (OATS-Plastik), die eine Versetzung von gesundem Knorpel aus weniger belastetem Bereiche des Kniegelenkes in das beschädigte Gebiet und umgekehrt beinhaltet, notwendig werden. Auch eine arthroskopische Gelenktoilette oder eine Achsumstellung des Beines kann über längere Zeit Beschwerdelinderung bringen. Ist der Verschleiß des Kniegelenkknorpels sehr weit fortgeschritten, so ist die Lebensqualität stark gemindert und es wird bei entsprechendem Leidensdruck ein künstliches Kniegelenk erforderlich.

Künstliches Kniegelenk – Knieendeprothetik

Wenn Sie Beschwerden mit Ihrem Kniegelenk haben und sich bei uns behandeln lassen möchten, so vereinbaren Sie doch einfach per E-Mail oder telefonisch einen Termin unter 06371 84-2701 in unserer Ambulanz.

Das Kniegelenk ist wie jedes andere Gelenk auch von einer Gelenkkapsel umgeben und wird durch Bänder stabilisiert. Seitlich wird es von je einem Seitenband (Innen-Außenband) geführt. Die Kreuzbänder verhindern das Vor- und Zurückgleiten des Oberschenkels gegenüber dem Unterschenkel und bewirken eine Begrenzung der Drehmöglichkeit.

Das vordere Kreuzband ist ein ca. zwei cm langes und weniger als kleinfingerdickes Faserbündel, welches im Knie vom Schienbeinkopf zum Oberschenkel zieht.

Detailinformationen zum Kreuzband

Die Menisken bestehen aus elastischem Faserknorpelgewebe. Im Kniegelenk findet man einen Innen- und einen Außenmeniskus. Sie liegen zwischen der Gelenkfläche des Unter- und Oberschenkels und dienen der Vergrößerung der Auflagefläche und der Kraftübertragung.

Die Aufgabe dieser Menisken ist im Wesentlichen:

  • Schockabsorbtion oder Pufferfunktion
  • Gelenkstabilisation
  • Verteilung der Gelenkschmiere durch eine Art Scheibenwischerfunktion

Für einen harmonischen Bewegungsablauf sowie die Schonung des  Gelenkknorpels sind die Menisken somit von enormer Wichtigkeit. Nach Meniskusentfernung steigt die Belastung für das Gelenk um das zweieinhalb bis sechs fache. Oberstes Ziel bei einer Meniskusverletzung muss also sein, diesen möglichst zu erhalten, bzw. so viel wie möglich davon noch zu erhalten. Der Grundsatz lautet, soviel zu belassen wie möglich und soviel zu entfernen wie nötig. Auf der anderen Seite belastet ein verletzter Meniskus den  Gelenkknorpel mehr, als ein teilentfernter Meniskus. Es ist daher ein möglichst früher Operationszeitpunkt anzustreben.

Detailinformationen zum Meniskus

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