Medizinischer Fortschritt im Nardini Klinikum: Erste Impella-Herzpumpe erfolgreich eingesetzt
Das Nardini Klinikum ist ein zukunftsweisendes Verbundkrankenhaus der Schwerpunktversorgung mit Standorten in Zweibrücken und Landstuhl und hat einen wichtigen medizinischen Meilenstein erreicht: Erstmals wurde dort eine Impella-Herzunterstützungspumpe der Firma Abiomed (Johnson & Johnson) bei einem schwierigem Eingriff im Herzkatheterlabor eingesetzt. Die hochmoderne Mini-Pumpe war im Frühjahr dieses Jahres von der Abteilung Innere Medizin I unter Leitung von Chefarzt Dr. Matthias Stopp angeschafft worden.
Die Impella gilt als eine der kleinsten Herzpumpen der Welt. Sie wird über einen Katheter in das Herz eingeführt und kann während eines Eingriffs die Pumpfunktion des geschwächten Herzens vorübergehend übernehmen. Dadurch lassen sich selbst Hochrisiko-Interventionen sicherer durchführen – und in manchen Fällen größere Operationen vermeiden.
Schonender Eingriff statt großer Operation
Genau das war nun bei einem 78-jährigen Patienten der Fall. Aufgrund seiner Vorerkrankungen galt er als Hochrisikopatient für eine klassische Bypass-Operation unter Vollnarkose. Dank der neuen Technologie konnte der Eingriff unter lokaler Betäubung am wachen Patienten durchgeführt werden. Während des Eingriffs unterstützte die Impella-Pumpe kontinuierlich die Herzleistung des Patienten und ermöglichte so eine sichere und erfolgreiche Behandlung.
„Mit dem schonenden Eingriff unter dem Schutz der Impella-Pumpe können wir auch Patienten versorgen, die für eine Herz-Operation wegen ihrer Begleiterkrankungen nicht infrage kommen oder diese aufgrund ihres Alters nicht mehr wünschen“, erklärt Chefarzt Dr. Matthias Stopp. „Für unser Klinikum ist das ein bedeutender Fortschritt in der kardiologischen Versorgung.“
Der 78-jährige Patient hat den Eingriff gut überstanden und konnte das Klinikum bereits zwei Tage später in stabilem Zustand verlassen.
Wichtige Rolle auch in Notfällen und bei Schockpatienten
Über solche Hochrisiko-Eingriffe hinaus besitzt die Impella eine besondere Bedeutung in der Notfall- und Schockversorgung. Bei Patienten mit akutem Herzversagen – etwa nach einem schweren Herzinfarkt – kann die Pumpe innerhalb kürzester Zeit eingesetzt werden, um die Herzleistung zu stabilisieren und lebenswichtige Organe zu schützen.
24-Stunden-Herzkatheterbereitschaft stärkt die Versorgung
Das Nardini Klinikum hält eine rund um die Uhr besetzte Herzkatheterbereitschaft vor. Damit können Herzinfarkte und andere kardiologische Notfälle jederzeit versorgt werden – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Die Kombination aus einem gut ausgebildetem Team mit permanenter Notfallbereitschaft und modernster Technik wie der Impella-Pumpe erweitert die Möglichkeiten der Akutversorgung erheblich und verbessert die Überlebenschancen schwer erkrankter Patienten in der Region.
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