Ministerialdirektor übergibt Förderbescheide an das Nardini Klinikum

Ministerialdirektor Daniel Stich hat dem Nardini Klinikum fünf Bewilligungsbescheide in Gesamthöhe von 8.377.673,70 Euro überreicht. Das Klinikum wird mit den Mitteln an beiden Standorten Baumaßnahmen und verschiedene Digitalisierungsprojekte umsetzen.

Am Nardini Klinikum Zweibrücken erfolgt mit Förderung des Landes Rheinland-Pfalz eine Umstrukturierung und Erweiterung der Intensivstation. Am Standort Landstuhl entstehen mit Unterstützung des Landes ein barrierefreier Zugang sowie eine Überdachung der Liegendkrankenanfahrt. Im Rahmen einer Digitalisierungsoffensive wird die Patientenversorgung entlang des gesamten Behandlungsprozesses von der Aufnahme bis zur Entlassung optimiert und die die IT-Sicherheit verbessert.

Für alle Projekte übergab Daniel Stich, Ministerialdirektor des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit, am 29.03.2022 die Förderbescheide an die Verantwortlichen des Nardini Klinikums.

„Die Fördermittel des Landes fließen in die Zukunftsprojekte des Nardini Klinikum zur Sicherung und Weiterentwicklung der Standorte und der medizinischen Versorgung in den Regionen. Die Weiterentwicklungen des Krankenhauses durch die Umstrukturierung und Erweiterung der Intensivstation in Zweibrücken und die neue Liegendkrankenanfahrt in Landstuhl unterstreichen die besondere Bedeutung unseres Klinikums, auch für die Notfallversorgung“ betont Frank F. Banowitz, Geschäftsführer des Nardini Klinikums. „Digitale Innovationen und Investitionen sind wesentlich für die weitere Zukunftssicherung unseres Nardini Klinikums, was auch die Corona-Pandemie nochmals sehr deutlich gemacht hat.“

„Die bewilligten Mittel sind ein wichtiger Beitrag zur zukunftsweisenden Stärkung des Krankenhausstandorts – konkret hier vor Ort und somit natürlich für die Patientinnen und Patienten im ganzen Land. Nicht erst die Pandemie hat uns allen deutlich gemacht, wie wertvoll unsere Krankenhäuser im Land sind. Wir schreiben die Krankenhausversorgung auf hohem Niveau fort, damit die Menschen im Land bedarfsgerecht, schnell und umfassend versorgt werden können.“

Die erweiterte Intensivstation bietet künftig auf mehr als 1.100 m² Platz für 13 moderne Intensivbetten nebst den erforderlichen Funktions-, Arzt- und Nebenräumen. Zur Aufrechterhaltung des laufenden Intensivbetriebes mit neun Intensivbett

Übergabe Fördermittel durch Daniel Stich, Ministerialdirektor
(von li. nach re.) Geschäftsführer Frank F. Bankowitz, Daniel Stich, Ministerialdirektor des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit, Krankenhausoberin Sr. Dr. M. Elisa Döschl sowie der Ärztliche Direktor des Klinikums Detlev Christiansen bei der Übergabe der Fördermittel.

en wird die Maßnahme in zwei aufeinanderfolgende Bauabschnitte aufgeteilt. Nach Abschluss der Maßnahme bietet die neue Intensivstation moderne und hochfunktionale Ein- und Zweibettzimmer in freundlicher Atmosphäre.

Alle Zimmer sind mit moderner Kühl- und Lüftungstechnik ausgestattet. Fünf Einzelzimmer verfügen über eine eigene Zutrittsschleuse und können lüftungstechnisch einzeln geregelt werden.

Dank modernster Medizintechnik und besten Überwachungsmöglichkeiten können Patienten intensivmedizinisch optimal versorgt und überwacht werden. Die neue Intensivstation ist so geplant, dass optimale Strukturen für Patienten und Mitarbeiter geschaffen werden, mit denen eine Versorgung auf kurzen Wegen möglich ist. Das Land fördert die Erweiterung und den Umbau der Intensivstation mit 5.238.000 Euro. Der erste Bauabschnitt wird Anfang 2023 beginnen, Abschluss des gesamten Umbaus ist bis Ende 2024 vorgesehen.

Am Klinikstandort Landstuhl entstehen ein barrierefreier Zugang zum Klinikgebäude durch eine moderne Aufzugsanlage im Außenbereich, eine geänderte Wegeführung und neue Parkplätze für Menschen mit Gehbehinderung. Mit dieser Maßnahme erfolgt auch eine Überdachung der Liegendkrankenanfahrt. Zudem werden die Versorgungswege zur Notaufnahme optimiert.

Das Land Rheinland-Pfalz fördert diese Maßnahme mit 481.000 Euro, der Abschluss ist für Mitte 2023 vorgesehen.

Mit dem Inkrafttreten des Krankenhauszukunftsgesetzes wurde der Krankenhauszukunftsfonds geschaffen, um die Krankenhäuser zu modernisieren. Der Fonds umfasst elf verschiedene Fördertatbestände. Gefördert werden hierbei u.a. Investitionen in moderne Notfallkapazitäten und eine bessere digitale Infrastruktur, z. B. Patientenportale, elektronische Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen, digitales Medikationsmanagement, Maßnahmen zur IT-Sicherheit sowie sektorenübergreifende telemedizinische Netzwerkstrukturen. Die Maßnahmen werden zu 70 Prozent aus Bundesmitteln gefördert.

Für Rheinland-Pfalz stellt der Bund hierfür rund 140 Millionen Euro bereit. Das Land Rheinland-Pfalz ergänzt diese Förderung in voller Höhe und stellt daher rund 60 Millionen Euro für die Ko-Finanzierung zur Verfügung. Dadurch verbleibt den Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz kein Eigenanteil. Verwaltet wird der Krankenhauszukunftsfonds durch das Bundesamt für Soziale Sicherung. Das Nardini Klinikum erhielt aus dem Krankenhauszukunftsfond für den Ausbau der Digitalisierung bisher 3.866.704 Euro.

Der Geschäftsführer dankte ausdrücklich dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit sowie den beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ministeriums und des Landesbetriebs Bau für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Kontakt:
Thomas Frank
06371 84 1107
t.frank@nardiniklinikum.de

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