Palliativmedizin

"Du zählst, weil du du bist,
und du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben.“


so die Worte von Dame Cicley Saunders, die gemeinsam mit der Ärztin Elisabeth Kübler-Ross als Mitbegründerin der modernen Palliativ- und Hospizbewegung gilt. Nach dieser Maxime ist auch unser Handeln im Palliativzentrum im Nardini Klinikum ausgerichtet.

Die Palliativmedizin behandelt Patienten mit einer nicht mehr heilbaren, fortschreitenden Erkrankung, für welche die Prognose begrenzt ist. Das Ziel der Behandlung ist eine bestmögliche Symptomkontrolle und der Erhalt von Lebensqualität – trotz schwerer Erkrankung. Das lateinische Wort „pallium“ bedeutet Mantel, „palliare“ kann mit „lindern“ übersetzt werden.

Die Palliativmedizin ist eine ganzheitliche Behandlung, die die körperlichen, psychosozialen und spirituellen Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen mit einbezieht. Der bewusste Umgang mit Grenzen, die Achtung von Würde, Individualität und Selbstbestimmung unserer Patienten ist uns wichtig. Für uns steht die umfassende Betreuung und Begleitung des Patienten und seiner Angehörigen im Vordergrund. Dies erfordert stets ein sensibles und gemeinsames Abwägen zwischen dem medizinisch und organisatorisch Möglichen und dem menschlich Sinnvollen. Werte wie Offenheit, Akzeptanz, Respekt, Wahrhaftigkeit und Menschlichkeit sind wichtige Grundlagen unseres Handelns.

Zu unserem multiprofessionellen Behandlungsteam gehören neben Palliativmedizinern und Palliative-Care-Fachpflegekräften auch eine Psychologin, Seelsorger, Physiotherapeuten, der Überleitungsdienst des Klinikums sowie ehrenamtliche Hospizhelfer.

Palliativstationen sind Akutstationen und keine Einrichtungen für Dauerpflege. Voraussetzung für die Aufnahme und Behandlung von Patienten ist eine unheilbare, fortschreitende und lebensbegrenzende Erkrankung. Zumeist handelt es sich dabei um Tumorerkrankungen, allerdings erfüllen auch zunehmend weit fortgeschrittene Erkrankungen der inneren Organe wie beispielsweise des Herzens, der Lungen, der Nieren und der Leber oder auch neurologische Erkrankungen diese Definition. Der Patient sollte bei der Aufnahme über seine Erkrankung und die palliative Situation informiert sein.

Rund um die Uhr bieten wir den Patienten eine kompetente pflegerische und ärztliche Betreuung. Besuche sind jederzeit möglich. Für Angehörige besteht darüber hinaus die Möglichkeit auf der Station zu übernachten.

Wir arbeiten bereits während des Klinikaufenthaltes eng mit den regionalen ambulanten Hospiz- und Pflegediensten zusammen, die nach der Entlassung die weitere Betreuung und Behandlung im häuslichen Umfeld sicherstellen. Ein guter Kontakt zu den Hausärzten ist zum Wohle unserer Patienten von großer Bedeutung. Wir verstehen unsere Aufgabe insbesondere darin, unseren Patienten nach Besserung Ihrer Beschwerden wieder eine Rückkehr in ihre  vertraute Umgebung nach Hause zu ermöglichen. Die Entlassung und die weitere Versorgung – ob zu Hause, in einem stationären Hospiz oder einer Pflegestation – wird mit allen Beteiligten möglichst frühzeitig besprochen und vorbereitet. Ziel ist es nicht nur in Frieden zu sterben, sondern auch bis zuletzt leben zu können.

Heilen – manchmal. Lindern – oft. Trösten – immer.

Französisches Sprichwort

Einen kleinen Einblick in die Räumlichkeiten der Palliativstation, unseren Informationsflyer sowie das Angebot unserer Ambulanz für Schmerz- und Palliativmedizin finden Sie hier.

Aufgaben und Ziele

  • Wirksame Schmerztherapie
  • Bestmögliche  Behandlung von belastenden Symptomen
  • Patientenspezifische Krankenpflege
  • Psychologische und seelsorgerische Betreuung
  • Ängste nehmen und Würde wahren
  • Begleitung in der letzten Lebensphase
  • Begleitung, Beratung und Unterstützung von Angehörigen

Ansprechpartner

  • Dr. Andreas Kopp

    Leitender Arzt Palliativzentrum

    Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Palliativmedizin, Spezielle Schmerztherapie und Notfallmedizin

    E-Mail senden

    06371 84-2401

    06371 84-2410